© Stefanie Kulisch

Wer: WIR MACHEN DAS

Wo: Deutschland, Frankreich, Schweden, Schweiz, Polen

Wann: 2022

Mit wem:
Zahlreiche Partnerorganisationen in den am Projekt beteiligten Ländern 

Weiter Schreiben
Die neue Ausgabe des Weiter-Schreiben-Printmagazins ist da, zur Thematik Essen und Identität. 
Zum Lesen online hier klicken.

Weiter Schreiben, das preisgekrönte Literaturprojekt für Autor*innen aus Kriegs- und Krisengebieten, wurde 2017 initiiert. Bis 2019 hat Weiter Schreiben mit Schriftsteller*innen zusammengearbeitet, die in Deutschland im Exil leben. Europa Weiter Schreiben trägt nun den literarischen Austausch weiter und öffnet sich nach Europa.

Im europäischen öffentlichen Diskurs wird über Menschen aus Kriegs- und Krisengebieten gesprochen und diskutiert – bei Europa Weiter Schreiben ergreifen sie selbst das Wort: Exil-Autor*innen, die in Frankreich und Schweden leben, tauschen sich in diesem Projekt in Briefen, E-Mails, Direktnachrichten oder Postkarten mit Exil-Autor*innen in Deutschland über ihr Leben und ihre Erfahrungen im europäischen Exil aus. Ihre Korrespondenzen werden ab Sommer 2022 auf dem Literaturportal weiterschreiben.jetzt veröffentlicht.

Europa Weiter Schreiben will damit den Erfolg des preisgekrönten Projekts Weiter Schreiben in Europa fortsetzen. Im Sinne der „littérature engagée" untersucht das Projekt, mit welchen Geschichten Autor*innen aus Kriegs- und Krisengebieten, die in anderen europäischen Ländern Zuflucht gefunden haben, den öffentlichen Diskurs differenzieren können. Wie erleben sie als Schreibende mit Fluchterfahrung das neue Land in Zeiten der Pandemie, das Erstarken rechter Kräfte, die Abschottung der europäischen Außengrenzen? Und wie drückt sich dieses Erleben in ihrem künstlerischen Schaffen aus?

Begleitet werden die Briefwechsel durch das bei Weiter Schreiben erprobte Prinzip der Tandemarbeit: Weiter Schreiben Europa startet mit zwei Tandems in Frankreich & Deutschland und zwei Tandems in Schweden & Deutschland. Der literarische Austausch wird zudem durch Bilder von Künstler*innen mit Flucht- oder Migrationsgeschichte illustriert. Alle Briefe werden von Übersetzer*innen aus der Originalsprache (Arabisch / Persisch) auf Deutsch bzw. Französisch/ Schwedisch übersetzt. Die Autor*innen stellen ihre Texte dann im Sommer und Herbst 2022 auf Lesungen in Frankreich und Schweden vor.

Die Idee von Weiter Schreiben gründet sich von Beginn an auf einem international angelegten Ansatz. Neben der Zusammenarbeit mit Kunstschaffenden aus Kriegs- und Krisengebieten kooperiert das Projekt mit Literaturvermittler*innen und Autor*innenverbänden in der Schweiz, Österreich und Polen und initiiert in diesen Nachbarländern seit 2020 Veranstaltungen. 2021 wurde das Schwesterprojekt Weiter Schreiben Schweiz gemeinsam mit Kooperationspartner*innen in der Schweiz gegründet. Auf weiterschreiben-schweiz.jetzt veröffentlichen Autor*innen und Künstler*innen im Schweizer Exil seitdem regelmäßig ihre Werke. Anfang 2022 wurde das Projekt Untold – Weiter Schreiben Afghanistan mit Texten und Briefen von afghanischen Autorinnen und ihren deutschen Tandempartnerinnen publiziert. Im Frühling 2022 wird Weiter Schreiben dann weiter über die europäischen Grenzen hinauswachsen und im Rahmen des Projekts Weiter Schreiben International Texte von Autor*innen aus Ägypten, Angola, Belarus, Burkina Faso und dem Iran veröffentlichen.