© Superrr Lab

Website von The New New

Wer: Superrr Lab

Wo: Europaweit und online

Wann: 2021

Mit wem: Bertelsmann Stiftung, Goethe-Institut

Gemeinsam mit der Zivilgesellschaft, Künstler*innen, Forscher*innen und politischen Expert*innen entwickelt The New New visionäre Ideen für eine inklusive und gerechte digitale Zukunft in Europa und darüber hinaus. Das Projekt konzentriert sich wenifer auf die Technologie als auf die gesellschaftlichen Herausforderungen, die durch den Einsatz von Technologie entstehen. The New New bietet keine einfachen Wahrheiten oder einfache Lösungen für ein Problem, sondern eine Vielzahl von Standpunkten von Menschen mit diversen Biografien. In Workshops werden Diskussionen über Vielfalt, Nachhaltigkeit, Gleichberechtigung, Feminismus und Technologie miteinander geführt. Das Projekt zielt darauf ab, Partnerschaften über Disziplinen und nationale Grenzen hinweg zu etablieren und den hochkarätigen Diskurs über digitale Technologie in nachvollziehbare, zugängliche und spekulative Erzählungen zu übersetzen. Durch Spekulationen erforscht das Projekt, wie es sich anfühlt, in einer Zukunft zu leben, in der Bürger*innen die Kontrolle über ihre Daten und ihre digitalen Werkzeuge haben und in der den Einsatz von Technologie den Vielen statt den Wenigen zugute kommt. Die in The New New entwickelten Ideen dienen als visionäre Blaupause für Zeiten, die noch kommen werden. Das Ziel von The New New ist es, die Vorstellungskraft der breiten Öffentlichkeit und der politischen Entscheidungsträger*innen gleichermaßen zu erweitern.

Das Fellowship „The New New” möchte die bisher vor allem durch die Wirtschaft dominierte Diskussion zur Gestaltung des digitalen Wandels für neue Perspektiven öffnen. Bei der Auswahl der zivilgesellschaftlichen Projekte wurde deshalb Wert auf Vielfaltskriterien und inklusiven Charakter gelegt. Viele der geförderten Projekte legen einen Fokus auf gesellschaftliche Gruppen, deren Anliegen in digitalen Diskursen zumeist nur wenig Beachtung finden, beispielsweise BIPoC (Black, Indigenous, People of Color), Geflüchtete und LGBTQ+. Entsprechend bedienen sich die ausgewählten Fellows einer großen Bandbreite an Inhalten, Technikformaten und Medien. Diese reichen von digitalen Sprachassistenten mit synthetischen Stimmen und einem feministischem Online-Radio, das auf Mitgestaltung setzt, über eine digitale Plattform, die Opfern von häuslicher Gewalt Hilfe anbietet, bis hin zu einem Kartenspiel, das sich kritisch mit den Auswüchsen des Technologie-Kapitalismus auseinandersetzt.

Pressemeldung zur Ankündigung der ausgewählten Fellows (PDF)

Übersicht der Projekte und Fellows (PDF)

#feministcurricula #intersectionality #designeducation

Feminist Curricula ist ein frei zugängliches Online-Verzeichnis von Bildungsdesign-Initiativen, die feministische Perspektiven nutzen, um alternative Wege des Lernens und Lehrens zu erforschen. Es ist ein Schwesterprojekt von depatriarchise design, einer intersektionalen, feministischen Designforschungsplattform.

#AnimatedEssays #ClimateJustice #PosthumanistPhilosophy

Just Wondering erstellt animierte Essays, die sich radikal und kritisch mit dem aktuellen Status Quo auseinandersetzen, um Menschen zu bewegen, anders zu fühlen und sie zu inspirieren, sich etwas vorzustellen und über komplexe Themen nachzudenken. Indem es akademisches Wissen in ein audiovisuelles Erlebnis verwandeln, macht Just Wondering zeitgenössische Ideen zu Ungleichheit in Philosophie und Soziologie zugänglicher.*

#Illustration #socialchange #artivism

OUSA ist eine intersektionale digitale Plattform für marginalisierte und migrantische Perspektiven. OUSA schärft das Bewusstsein für Ungleichheit und Diskriminierung, indem es neue Formen der Zusammenarbeit schafft und den kreativen Austausch anregt. OUSA steht allen zur Verfügung, die einen respektvollen, offenen und kreativen Geist besitzen.*

#healthequity #healthadvocacy #darkmatters

Dark Matters Database ist ein kollaboratives Online-Portal, das unterrepräsentierte Krankheitsbilder von Schwarzen, Indigenen und People of Colour (BIPOC) dokumentiert. Es basiert auf crowdsourced Informationen über Symptome in Form von Text und/oder Bildern. Eingesendet werden die Informationen anonym von Betroffenen auf der ganzen Welt. Dark Matters Database soll als Diagnosehilfe für Mediziner:innen und als Selbsthilfe-Tool für BIPOC dienen.

#FeministTech #GenderBasedViolence #DigitalSelfDefence

Chayn Italia ist ein intersektionales feministisches Tech-Projekt für Überlebende von häuslichem Missbrauch sowie für Menschen, die dazu arbeiten. Der Zweck dieses Projekts ist es, Wissen durch Workshops über die duale Natur von Technologie zu vermitteln – denn Technologie kann Missbrauch ermöglichen und ebenso ein Werkzeug zur Verteidigung sein.*

[multi'vocal] arbeitet an einer alternativen Zukunft für digitale Sprachassistenten, indem es performative synthetische Stimmen schafft, die sich mit mehr als einem Alter, Geschlecht und geografischer Herkunft präsentieren können.*

#CommunityBuilding #PossibleFutures #NetworksOfTrust

Networks of Trust ist ein Offline-Netzwerk in dem Geschichten über Technik, Bevölkerungsbewegungen und die Klimakrise erzählt werden. Es schlägt Fiktion als Methode vor, um Gemeinschaften aufzubauen, den gegenwärtigen Moment zu verstehen und sich mögliche Zukünfte vorzustellen.

#enchantment #turfu #cocreation

Turfu steht im Französischen für die Zukunft. Das Ziel dieses Projekts ist es, spekulative Zukünfte für die französischen Banlieues (Vorstädte) zu schaffen, die den vorherrschenden Erzählungen von Pessimismus und Deprivation entgegenwirken. Diese Vorstellungen sind nicht nur irreführend, sie stehen auch der Neuerfindung und Wiederbelebung von Stadtvierteln im Wege.*

#feministinternet #queeringvoiceai #syb

Syb ist eine von und für Trans-Personen entworfene Sprachschnittstelle, die Nutzer:innen mit Medien verbindet, die von der Trans-Community erstellt wurden. Das Projekt wurde in einem partizipativen Designprozess mit einem Team von trans und nicht-binären Menschen entwickelt.*

#beyondthegreen #queerjournalists #groundedstories

Beyond the Green ist ein journalistisches Projekt, das experimentell feministische Erzählungen über Megaprojekte erforscht, die unser Leben, unsere Körper und unsere Territorien beeinflussen. Es verbindet investigativen Journalismus, akademisches Wissen und künstlerische Sprachen miteinander in einem dokumentarischen Prozess und mit dem Ziel, Machtdynamiken in einer zunehmend digitalen Welt zu enthüllen. Beyond the Green zielt darauf ab, Narrative um sozial-ökologische Gerechtigkeit zu stärken.

#feminism #grassroots #participation

HammamRadio ist ein feministisches partizipatorisches Online-Radio in Berlin Es ist ein Raum, in dem Frauen, Trans* und Queer Menschen sich organisieren, aufklären und Raum schaffen können, um Mainstream-Narrative zu stören.

#AI #Game #VisionaryFiction

Algorithms of Late Capitalism ist ein vom gesellschaftlichen Gruppen mitgestaltetes kritisches Kartenspiel, das die Spieler dazu anregt, über die Absurditäten unserer technologischen Gegenwart nachzudenken und sich eine gerechtere Zukunft vorzustellen.*

*An diesem Projekt sind mehrere Personen beteiligt. Die weiteren beteiligten Fellows entnehmen Sie dieser Übersicht (PDF).