© Based on Jasmina Metwaly's design for Mophradat's Athens project venue, digital drawing, 2019

Wer: Mophradat

Wo: Athen

Wann: 01.01.2021 - 31.12.2021

Mit wem: 
Wiki Gender
The Knowledge Workshop
Subversive Film
Mothers and Daughters
SHIFT
Laboratory for Urban Commons
Les Milans 
Kaai Theatre
Engagement

Private Retreats und Public Summons sind intersektionale Versammlungen in kleinem Rahmen, die einen relationalen Austausch ermöglichen: Zeit nehmen & geben und Versammeln & Teilen. Mophradat möchte Menschen zusammenbringen, die den Bruch in den vorherrschenden Paradigmen nutzen wollen, um ihre Arbeitsbeziehungen zu reflektieren und mit neuen Organisationsmethoden zu experiementieren. 

In der gegenwärtigen Krise sehen sich arabische Neuankömmlinge in Europa und ihre Altersgenoss*innen auf der anderen Seite des Mittelmeers mit existentiellen Ängsten und verhärteteten Bedingungen konfrontiert - die Verschlechterung ihrer Rechte, eine akute Zunahme der Überwachung, ein Verschärfung von Diskriminierung, finanzielle Zusammenbrüche und institutionelle Dysfunktionalitäten. Die Erprobung alternativer Arbeitsmodelle ist von entscheidender Bedeutung, nachdem sich das Vertrauen in konventionelle Institutionen als zunehmend zwecklos erweist. Der vorherrschende Zustand der Angst kann, wenn die Voraussetzungen gegeben sind, in eine generative Langsamkeit umgewandelt werden. 

Das Zusammenbringen derjenigen, die unter den Auswirkungen ähnlicher Vorurteile leiden, kann eine erweiterte Gemeinschaft schaffen. Die derzeitige Schwierigkeit, sich zu bewegen und sozial zu interagieren, hat den Vorteil, dass es möglich ist, Programme über lange Zeiträume zu staffeln und gleichzeitig in der Lage zu sein, Engagement aufrechtzuerhalten und Ideen zu testen, die eine längere Zeit benötigen würden. Aufgrund der Pandemie wird sich das Programm zunächst mit Teilnehmer*innen aus Europa befassen, die von einem Experten der WHO unterstützt werden. Jedes Jahr hat ein Programm mit einem übergreifenden Thema: "Mutter" ist das Thema im Jahr 2021 und "+1" ist das Thema im Jahr 2022.

Das Thema 2021 knüpft an Ideen aus der Publikation "Why Call It Labor? On Motherhood and Art Work" an und erforscht Fragen der Vergeschlechtlichung von Kommunikation (Muttersprache), der Art und Weise, wie Beziehungen organisiert werden (Mutterschaft) und wie wir miteinander und mit unserer Umwelt umgehen (Mutterland, Mutter Natur, Mutter Erde).