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Wer: Good Conversations gGmbH

Wo: europaweit und online

Wann: seit 2019

Mit wem: europäisches Mediennetzwerk aus 23 Print- und Onlinemedien aus 17 Ländern

Auswärtiges Amt, European Cultural Foundation,
Fondation Hippocrène,
Goethe-Institut

Am 01. Oktober 2021 startet eine neue Auflage des Dialogformats "Europe Talks", zu dem Medienpartner aus 17 Ländern gemeinsam aufrufen. Die Aktion lädt Menschen aus ganz Europa zum länderübergreifenden Streitgespräch über kontroverse politische Themen ein. Allen Teilnehmenden werden anhand eines innovativen Matching-Algorithmus Gesprächspartner aus anderen europäischen Ländern vermittelt, die möglichst entgegengesetzte Ansichten vertreten. Die auf Englisch geführten Eins-zu-eins-Gespräche finden überwiegend per Videoanruf statt.

In diesem Jahr wird den Teilnehmenden von “Europe Talks” sofort nach der Anmeldung ein Gesprächspartner aus einem anderen Land vorgeschlagen. Bis Dezember haben alle Teilnehmenden die Möglichkeit, sich immer wieder mit neuen “Matches” zu verabreden und so mehrere Diskussionen zu führen. Dabei wird es unter anderem um eine europäische Impfpflicht gegen das Coronavirus, den Verbot von Verbrennermotoren und die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens gehen. Am 12. Dezember endet “Europe Talks” mit einer digitalen Abschlussveranstaltung.

Für “Europe Talks” kooperiert ein großes Netzwerk europäischer Medien: ZEIT ONLINE aus Deutschland, Beta News Agency aus Serbien, BTV aus Bulgarien, Daily Mirror aus Großbritannien, Der Standard aus Österreich, Efimerida Ton Syntakton aus Griechenland, El Confidencial  aus Spanien, Gazeta Wyborcza aus Polen, Hromadske.ua aus der Ukraine, La Repubblica aus Italien, Les Surligneurs aus Frankreich, LRT aus Litauen, N1 aus Serbien, Newtral aus Spanien, Telex aus Ungarn, Times of Malta aus Malta und Vox Europ aus Brüssel.  France Medias Monde aus Frankreich, Deutsche Welle aus Deutschland, Onet aus Polen, RTP aus Portugal, RFI aus Rumänien beteiligen sich als Teil des europäischen ENTR Projekts.

 

 

Abschlussveranstaltung Europe Talks 2021: Tausende Europäerinnen und Europäer diskutieren am 12. Dezember über Corona und Klimaschutz

Sollte in Europa eine Impfpflicht eingeführt werden? Brauchen wir ein bedingungsloses Grundeinkommen? Sollten Verbrennermotoren europaweit verboten werden? Tausende Europäerinnen und Europäer treffen sich am 12. Dezember, um diese Fragen mit Menschen zu diskutieren, die darüber völlig anders denken. Für das politische Dialogformat “Europe Talks” haben sich in diesem Jahr mehr als 10.000 Menschen aus 37 europäischen Ländern registriert, um mit anderen Europäerinnen und Europäern ein persönliches Zwiegespräch über kontroverse politische Themen zu führen. In diesem Jahr hatten die Teilnehmenden erstmals die Chance, sich immer wieder mit neuen “Matches” zu verabreden und mehrere Diskussionen zu führen.

Die digitale Abschlussveranstaltung von “Europe Talkswird am 12. Dezember von 13.00 bis 15.00 Uhr live  mit Beiträgen aus Berlin, Warschau, London und Madrid übertragen. Prominente Gäste sind u.a.: Die Politologin Dr. Emilia Roig, die Meeresbiologin Prof. Dr. Boetius, die Fernsehmoderation Ana Pastor aus Spanien, der Chefredakteur der spanischen Zeitung El Confidencial, Nacho Cardero, sowie die Autorin Nora Bossong. Auf der Veranstaltung diskutieren zudem insgesamt 12 Teilnehmende aus Großbritannien über den Brexit und ihr Verhältnis zu Europa. 

Für seine integrative Kraft ist Europe Talks mit dem Jean-Monnet-Preis 2019 ausgezeichnet worden. Der Preis würdigt Projekte und Persönlichkeiten, die "dazu beitragen, die europäische Integration zu unterstützen und zu stärken".  In der Begründung der Jury heißt es, Europe Talks habe das "Kunststück" vollbracht, "Bürgerbeteiligung, die Möglichkeiten digitaler Tools und die Rolle der Medien zu vereinen". 

Alle Medienpartner haben ihren Leser*innen  sieben kontroverse Fragen gestellt, die in vielen Ländern Europas debattiert werden. Zum Beispiel: Sollten alle europäischen Länder wieder strikte nationale Grenzkontrollen einführen? Oder: Sollten reiche europäische Länder ärmere Staaten unterstützen? Ein Algorithmus hat anschließend jene Paare zusammengestellt, die die Fragen möglichst unterschiedlich beantwortet haben und in einem europäischen Nachbarland leben.

Das Interesse zur Teilnahme war riesig: Knapp 15.000 Teilnehmende trafen sich in ganz Europa zum persönlichen Gespräch, per Video- oder Telefonanruf. Über 80%  von ihnen gaben an, mit "Europe Talks" eine positive Erfahrung gemacht zu haben und dass sie wieder teilnehmen möchten.  Eine wissenschaftliche Begleitung hat gezeigt, dass schon zwei Stunden Konversation zwischen Menschen mit völlig unterschiedlichen politischen Ansichten ausreichen, um die Polarisierung abzuschwächen und Vorurteile abzubauen. Darüber hinaus dienten die Treffen dazu, das Vertrauen der Teilnehmenden in den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. 

Zu den Medienpartnern gehören: Die Financial Times (Großbritannien), fsyn (Griechenland), Helsingin Sanomat (Finnland), ARTE (Deutschland/Frankreich), Capital (Bulgarien), Standaard (Belgien), Knack (Belgien), Delfi (Estland, Litauen), Der Standard (Österreich), Gazeta Wyborcza (Polen), Huffington Post (Italien), La Repubblica (Italien), Morgenbladet (Norwegen), Politiken (Dänemark).