Festival
Re:Writing the Future 2021

25. - 28. Februar 2021

Im langen Winters der Pandemie, wenn Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist und Staaten sich abschotten, bietet das Festival Re:Writing the Future eine andere Perspektive auf die Welt, in der wir leben. Wenn alles unsicher wird, brauchen wir Expert*innen der Unsicherheit. Wenn unser Leben gefährdet ist, können wir von denen lernen, die lange großer Gefahr ausgesetzt waren. Wenn Spaltungen, Trennungen und Distanzen zunehmen, sollten wir denen zuhören, die viel verstehen von Grenzüberquerungen und Zusammenhalt. Wenn Kunst und Kultur nicht als systemrelevant angesehen werden, schauen wir zu denen, die schon lange Kunst gegen alle Widerstände machen. Und wenn Demokratien fragil werden und Institutionen opak, warum nicht die Meinung derer hören, die Autokratien und Diktaturen erfahren mussten? 

Über vier Tage hinweg finden Debatten, Präsentationen, Vorträge, Konzerte, Lesungen, Performances, Ausstellungen und Workshops statt; online, offline und hybrid. Re:Writing the Future ist ein Festival an verschiedenen Orten in Berlin und wo auch immer wir gerade sind. Ausgerichtet für und von denjenigen von uns, die gezwungen waren, ihre Heimat zu verlassen, weil sie sich künstlerisch äußern. Von denen, die sich dafür einsetzen, dass Städte für neue Stimmen offen bleiben. Von denen, die kreative und offene Räume schaffen, um neue Perspektiven zu entwickeln. Schon lange ist klar, dass vermeintliche Gegensätze wie “hier” und “dort” oder “sie” und “wir” in keinster Weise die sich ständig wandelnde, immer in Bewegung begriffene, multilinguale Realität abbilden, in der wir leben. Hier ist dort, wir sind sie. Lasst uns diese Wirklichkeit erfahrbar machen.

Das Festival Re:Writing the Future wird von der Allianz Kulturstiftung ausgerichtet, in Kooperation mit dem Berliner Künstlerprogramm des DAAD und dem Maxim Gorki Theater Berlin, in Partnerschaft mit ICORN  und gefördert von der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa
Bestätigte Veranstaltungsorte für die hybriden Veranstaltungen sind das Allianz Forum am Pariser Platz, das Palais am Festungsgraben, das Haus für Poesie, das Maxim Gorki Theater, die Elisabethkirche und die daadgalerie. 
Unter den beteiligten Künstler*innen und Gästen sind Medhat Aldaabal, Mohammad Ashraf, Khaled Barakeh, Can Dündar,  Ali Hassan, Wolfgang Kaleck, Esra Karakaya, Herta Müller, Rasha Nahas, Martina Naprushkina, Milo Rau, Hakan Savaş Mican, Nazeeha Saeed, Elisabeth Wellershaus, Eyal Weizman u. a.
Re:Writing the Future wird in Zusammenarbeit mit einer stetig wachsenden Zahl von Akteur*innen und Institutionen aus dem Bereich Kunst und Kultur realisiert, u.a. Academy in Exile, Arts of the Working Class, daadgalerie, Das Deutsche Haus e.V.,  Deutsches Historisches Museum, ECCHR, Forensic Architecture, Freemuse, Haus für Poesie, the International Institute for Political Murder , the Martin-Roth-Initiative, Sasha Waltz & Guests, Weiter Schreiben et. al.
Ein Kurator*innenteam, bestehend aus dem Dichter und Essayisten Max Czollek, Silvia Fehrmann (Berliner Künstlerprogramm des DAAD), Esra Küçük (Allianz Kulturstiftung) und Johannes Kirsten (Maxim Gorki Theater), ist für die konzeptionelle Entwicklung des Festivals verantwortlich.