Europe Talks

Um Zusammenhalt in Europa zu stärken, müssen wir auch über unsere Unterschiede reden! Aus diesem Grund unterstützt die Allianz Kulturstiftung „Europe Talks“: Für das Dialogformat ruft ZEIT ONLINE ab dem 19. Oktober 2020 gemeinsam mit Medienpartnern aus 15 europäischen Ländern wieder zur Anmeldung auf. Die Aktion lädt Menschen aus ganz Europa zur grenzübergreifenden persönlichen Debatte über kontroverse politische Themen ein. Jedem*r Teilnehmer*in wird dabei ein*e individuelle*r Gesprächspartner*in aus einem anderen Land vermittelt, der*die möglichst unterschiedliche Ansichten vertritt. Die auf englisch geführten Eins-zu-eins-Gespräche finden dieses Mal per Videoanruf statt.
Am 13. Dezember 2020 werden sich so wieder Tausende, einander bisher unbekannte Menschen aus unterschiedlichen Ländern zu einem Online-Streitgespräch unter vier Augen treffen. Sie diskutieren etwa die Frage, ob der Schutz der Gesundheit vor dem Coronavirus immer an erster Stelle stehen sollte, selbst wenn die Wirtschaft darunter leidet, ob in Europa eine Maskenpflicht an allen öffentlichen Orte sinnvoll ist oder ob Schulen während der Pandemie immer offen bleiben sollten. Sieben Ja-Nein-Fragen, die alle Teilnehmenden vorab beantworten, dienen zur Vermittlung eines andersdenkenden Gesprächspartners. Möglich werden diese Gespräche durch die Kooperation von ZEIT ONLINE mit einem großen Netzwerk europäischer Medien: bTV Media Group in Bulgarien, Calea Europeana in Rumänien, Delfi  in Lettland, De Volkskrant in den Niederlanden, Der Standard in Österreich, Efimerida Ton Syntakton in Griechenland, Expresso in Portugal, France24 in Frankreich, Gazeta Wyborcza in Polen, HotNews in Rumänien, Kapital in der Slowakei, La Repubblica in Italien, LRT.lt in Litauen, Mirror in Großbritannien, Phoenix in Deutschland, Politiken in Dänemark, Republik in der Schweiz.
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Für seine integrative Kraft ist Europe Talks mit dem Jean-Monnet-Preis 2019 ausgezeichnet worden. Der Preis würdigt Projekte und Persönlichkeiten, die "dazu beitragen, die europäische Integration zu unterstützen und zu stärken".  In der Begründung der Jury heißt es, Europe Talks habe das "Kunststück" vollbracht, "Bürgerbeteiligung, die Möglichkeiten digitaler Tools und die Rolle der Medien zu vereinen". 

Alle Medienpartner haben ihren Leser*innen  sieben kontroverse Fragen gestellt, die in vielen Ländern Europas debattiert werden. Zum Beispiel: Sollten alle europäischen Länder wieder strikte nationale Grenzkontrollen einführen? Oder: Sollten reiche europäische Länder ärmere Staaten unterstützen? Ein Algorithmus hat anschließend jene Paare zusammengestellt, die die Fragen möglichst unterschiedlich beantwortet haben und in einem europäischen Nachbarland leben.

Das Interesse zur Teilnahme war riesig: Knapp 15.000 Teilnehmende trafen sich in ganz Europa zum persönlichen Gespräch, per Video- oder Telefonanruf. Über 80%  von ihnen gaben an, mit "Europe Talks" eine positive Erfahrung gemacht zu haben und dass sie wieder teilnehmen möchten.  Eine wissenschaftliche Begleitung hat gezeigt, dass schon zwei Stunden Konversation zwischen Menschen mit völlig unterschiedlichen politischen Ansichten ausreichen, um die Polarisierung abzuschwächen und Vorurteile abzubauen. Darüber hinaus dienten die Treffen dazu, das Vertrauen der Teilnehmenden in den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. 

Zu den Medienpartnern gehören: Die Financial Times (Großbritannien), fsyn (Griechenland), Helsingin Sanomat (Finnland), ARTE (Deutschland/Frankreich), Capital (Bulgarien), Standaard (Belgien), Knack (Belgien), Delfi (Estland, Litauen), Der Standard (Österreich), Gazeta Wyborcza (Polen), Huffington Post (Italien), La Repubblica (Italien), Morgenbladet (Norwegen), Politiken (Dänemark).