Überall auf der Welt zeigen Menschen Mut. Unter steigendem Druck verteidigen Künstler*innen und Kulturschaffende die Freiheit der Meinung und des Ausdrucks. Oft sehen sie  sich gezwungen, dafür ins Exil zu gehen. Tag für Tag stehen couragierte Bündnisse nicht nur in Europa für offene, diskriminierungsfreie, vielfältige und gerechte Gesellschaften ein.

Die Räume und Foren für solchen Mut werden jedoch enger – auch in Europa. In einigen Staaten wird die Kunst- und Kulturförderung beschnitten und muss sich gegen nationale Vereinnahmung wehren. Der Ton öffentlicher Debatten ist teils gezeichnet von Diffamierung und gegenseitigem Unverständnis.

Wir sind überzeugt: Eine offene und plurale Gesellschaft lebt von Menschen, die Mut zur Kontroverse und zur eigenen Meinung haben. Dafür brauchen sie Freiräume, um ihre Ideen umzusetzen. Sie brauchen Resonanzräume, um ihre Projekte auch jenseits der eigenen Filterblase zur Diskussion zu stellen und ihr Wissen in gesellschaftlichen Umlauf zu bringen. Und sie brauchen Netzwerke, um sich über Landesgrenzen und gesellschaftliche Schichten hinweg zu solidarisieren und agil zu sein.

Das Themencluster Kultur macht Mut zur offenen Gesellschaft richtet sich an Akteure, die mit den Mitteln von Kunst und Kultur dazu beitragen, Freiräume zu schaffen, eine kritische Auseinandersetzung zu ermöglichen, Austausch und grenzüberschreitende Vernetzung zu fördern. Aus dem ersten Call for Projects sind Projekte hervorgegangen, denen bei unterschiedlichen Ansätzen vieles gemeinsam ist: Sie reflektieren die Brüche unserer Gesellschaften, beziehen unterschiedliche Positionen ein, verfolgen einen translokalen Ansatz und beweisen Mut zur Irritation.

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