Berliner Korrespondenzen

(Un-) Ordnungen im entgrenzten Europa
© Ute Langkafel MAIFOTO

Nationalismus, Digitalisierung, Migration, Klimawandel: Angesichts großer Themen scheint Europa von doppelter Sehschwäche geplagt. Das politische Europa verharrt im Krisenbearbeitungsmodus und scheut den echten Neuansatz. Das kulturelle Europa verliert sich in apokalyptischen und utopischen Entwürfen. Höchste Zeit, aus den Verzerrungen von Kurz- und Fernsicht auszubrechen, Außen- und Innenperspektive zu kreuzen und neue Blickkonstellationen auf Europa zu werfen. 

Können von Europa noch Impulse ausgehen, wie die großen Herausforderungen unserer Zeit zu meistern sind? Können Algorithmen das Klima retten? Was bedeutet transkulturelle Identität in Zeiten des Neonationalismus? Wie kann die Arbeit der Zukunft aussehen? Und wie eine Zeit nach Europa?

Nachdem sich die Berliner Korrespondenzen in ihrer ersten Ausgabe mit Fragen der (Un-) Ordnung einer Welt im politischen und sozialen Umbruch befassten, um anschließend den Fokus auf Wahrnehmungen und historische Narrative zu legen, wird sich die Saison 2019/20 mit translokalen Perspektiven auf Europa beschäftigen. 

Mit der seit 2016 fest im Kulturkalender der deutschen Hauptstadt etablierten Diskussionsreihe Berliner Korrespondenzen widmet sich die Allianz Kulturstiftung gemeinsam mit dem Gorki Forum – in Kooperation mit der Humboldt Universität Berlin und gefördert vom Auswärtigen Amt – den großen Zukunftsfragen unserer Zeit.

Jede Veranstaltung bringt zwei herausragende Denker*innen und Künstler*innen unterschiedlicher biografischer und disziplinärer Hintergründe im Maxim Gorki Theater Berlin zusammen. In überraschenden Konstellationen entwickeln sie quer über Diskursgrenzen hinweg Impulse, um  scheinbar ausweglose Situationen zu bewältigen.

Zu den vergangenen Gästen der Berliner Korrespondenzen zählen u. a. die Literaturnobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch, der Preisträger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels Navid Kermani, der Philosoph Achille Mbembe, die Verfassungsrichterin Susanne Baer und die Soziologin Eva Illouz.

© Ute Langkafel MAIFOTO
© Ute Langkafel MAIFOTO
© Ute Langkafel MAIFOTO
© Esra Rotthoff
© Esra Rotthoff
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