Chios Music Festival

Das Chios Music Festival ist ein interdisziplinäres Musikfestival, das erstmals im Sommer 2017 auf der griechischen Insel Chios stattfand. Lokale und international renommierte Künstler*innen organisieren Konzerte, zeitgenössische Musiktheaterproduktionen sowie Workshops für Kinder und Jugendliche auf der Insel.
Das Musikfestival hat sich zum Ziel gesetzt, eine hohe künstlerische Qualität auf die Insel zu bringen und ein möglichst breites Publikum anzusprechen, Touristen ebenso wie Inselbewohner, Neuankömmlinge wie Alteingesessene. Das Festival besteht aus einem Sommer- und einem Winterteil, wobei im Winter die pädagogischen Programme für Kinder und Jugendliche einen Hauptschwerpunkt bilden.
Die Idee zu dem Festival stammt von der Violinistin Olga Holdorff-Myriangou und dem Komponisten Eleftherios Veniadis, die beide ihre familiären Wurzeln auf Chios und einen Arbeitsschwerpunkt in Berlin haben.
Das Festival bringt Geflüchtete und Einheimische zusammen, Chios ist einer der EU-Hotspots. Viele Inselbewohner kommen selbst aus Familien mit Fluchterfahrung, die Musik bietet einen Ort zum Austausch und gegenseitigen Lernen, mithilfe der diversen Festivalaktivitäten werden Parallelwelten überwunden und ein aktiver Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt geleistet.
Vom 3.-8. Februar 2020 fand der diesjährige Winterteil des Chios Music Festivals statt, zahlreiche renommierte Musiker*innen gaben Konzerte und organisierten Workshops für die Bewohner der Insel. Einer der Höhepunkte war ein Konzert mit einigen ehemals über die Insel geflüchteten Musikern als Teil des EU-Projektes „Soundroutes“ sie gestalteten auch einen großen Teil der Workshopaktivitäten. In dem EU-Projekt treten nach Europa geflüchtete Musiker*innen aus aller Welt gemeinsam auf. Weiterhin gab u.a. das Duo Sebastian Manz & Sebastian Studnitzky mit dem Programm „A Bernstein Story“ sein Debut auf Chios.