Sommerakademie für interkulturellen Dialog

Ziel der Sommerakademie ist es, Dialogmöglichkeiten für junge Multiplikatoren zu schaffen und ihnen neue Zugänge zu den Konflikten in ihren Herkunftsländern zu ermöglichen. In Israel und den von Israel besetzten palästinensischen Gebieten herrscht ein Jahrzehnte andauernder Konflikt im Land. In Irak und in den kurdischen Gebieten können sich die Menschen aufgrund der Diktatur unter Saddam Hussein, des Irakkrieges 2003 und des heutigen Terror der IS kaum an friedliche Zeiten erinnern und in Bosnien und Herzegowina hat sich das Denken in ethnischen Kategorien verfestigt und das Leben ist geprägt von der Perspektivlosigkeit und Frage nach Identität. Die Gruppe aus Deutschland setzt sich mit verschiedenen gesellschaftlichen und politischen Fragen auseinander, die auch mit der Situation in den anderen Ländern in Zusammenhang stehen.

Vom 14.08.-28.08.2017 trafen sich bereits zum 11. Mal Jugendliche aus Bosnien und Herzegowina, Palästina, Israel, der Kurdischen Region des Irak und aus Deutschland am Labenbachhof zur jährlichen Sommerakademie für interkulturellen Dialog in Ruhpolding. Unter dem Motto "Glimpses of the future lie in the images of the past" nahmen 25 junge Frauen und Männer im Alter zwischen 18 und 26 Jahren an dieser einzigartigen Begegnungs- und Dialogmöglichkeit teil.

Die Sommerakademie für interkulturellen Dialog der Stiftung Wings of Hope feierte 2016 ihr 10-jähriges Jubiläum. Die Akademie fördert jedes Jahr junge Menschen als Multiplikatoren für Frieden, Toleranz und Versöhnung. Sie bietet den Teilnehmenden jenseits von ethnischen und religiösen Konflikten in den Herkunftsländern den Rahmen, Wege aus dem Trauma der Gewalt zu finden.

Vom 22.08.-05.09.2016 trafen sich zum 10. Mal je fünf Jugendliche aus Bosnien und Herzegowina, Palästina, Israel, der Kurdischen Autonomieregion des Irak und aus Deutschland am Labenbachhof in Ruhpolding. 25 junge Frauen und Männer im Alter zwischen 18 und 26 Jahren nahmen unter dem Motto "The seeds of the moment are the trees of the future" an dieser einzigartigen Begegnungs- und Dialogmöglichkeit teil. In zwei Wochen suchten sie als Juden, Christen und Muslime gemeinsam, jenseits von ethnischen und politischen Konflikten, nach Strategien, um Hass, Intoleranz und Gewalt zu überwinden. In Workshops und Seminaren lernten sie, welche Auswirkungen individuelle und kollektive Traumata auf ihre Gesellschaft haben, setzten sich mit ihrer eigenen und anderen Kulturen auseinander und meisterten gemeinsam Herausforderungen. Sie erlebten kulturelle Vielfalt im täglichen Zusammenleben und bauten Freundschaften über Grenzen hinweg auf.