Passagen in Portbou oder das Gedächtnis der Namenlosen

© Peter Marz
Im Sommer 2018 treffen sich 60 Jugendliche aus West-, Süd- und Südosteuropa, um in dem katalonischen Grenzort Portbou ein Tanztheaterstück zu entwickeln. Zentraler Inhalt der Tanzperformance ist die dramatische Situation von hunderttausenden von Menschen, die ihr Land aus den unterschiedlichsten Gründen verlassen müssen und die Abwehrtendenzen gegenüber den „Fremden“ in den europäischen Gesellschaften. Daneben wird Denken und Schicksal des Philosophen Walter Benjamin, der sich auf der Flucht aus Nazi-Deutschland im September 1940 in Portbou das Leben nahm, in die Tanzarbeit aufgenommen.