Abrahamische Teams in Mittelmeerländern

Abrahamische Teams in Mittelmeerländern ist ein Projekt initiiert vom Interkulturellen Rat in Deutschland e.V., mit dem Ziel, die Spannungen und Konflikte zwischen Juden, Christen und Muslimen in Ländern des südlichen Mittelmeeres abzubauen. 

Um das Jahr 2000 gab es in Deutschland zunehmende Konflikte zwischen Juden und Muslimen. Nach dem 11. September 2001 hat sich die Situation allgemein verschärft. So entwickelte der Interkulturelle Rat in Deutschland e.V. das Konzept der "Abrahamischen Teams": Jüdische, christliche und muslimische Persönlichkeiten gehen jeweils zusammen in Schulen und zu anderen Veranstaltungen, um sich über Gemeinsamkeiten und Unterschiede ihrer Religionen auszutauschen und darüber mit den Teilnehmern zu diskutieren. Bereits 350 Veranstaltungen dieser Art wurden durchgeführt.

Die Evaluationen und Erfahrungen dieser Projekte haben gezeigt, dass Konflikte zwischen Angehörigen der abrahamischen Religionen abgebaut und Freundschaften zwischen Juden, Christen und Muslimen entwickelt werden können. Im Jahr 2013 wurde dann der Gesprächskreis Mittelmeer-Partnerschaft eingerichtet, dem Wissenschaftler, Religionsvertreter, Kulturschaffende, Gewerkschafter, Journalisten, Entwicklungsexperten, Ärzte usw. angehören, die aus Ländern wie Deutschland, Ägypten, der Türkei, Syrien, Italien, Afghanistan u.a. stammen.

Aus dem Gesprächskreis entstand die Idee, die guten Erfahrungen mit den Abrahamischen Teams in Deutschland auch in Länder des südlichen Mittelmeeres weiterzugeben. Nach Vorbereitungen in 2015 fanden in 2016 die ersten Veranstaltungen in Israel und Ägypten statt und werden 2017 fortgeführt. Das Projekt bietet einen innovativen Ansatz, insbesondere für junge Menschen, einen Austausch zwischen europäischen und Mittelmeerländern zu ermöglichen.