CRIC

Platform for critical culture
© Kontrapunkt

Das Projekt „CRIC/ KRIK - Plattform für kritische Kultur“ versteht sich als Antwort auf die destruktiven und isolationistischen Rückschrittsprozesse in unseren Gesellschaften. CRIC/ KRIK setzt sich dafür ein, die Modelle kulturellen Handelns, denen die Prinzipien von Vielfalt und Integration zugrunde liegen, zu reflektieren und demokratische Modelle kritischer Wissensproduktion und -verteilung zu ermöglichen; wobei die Idee der Veränderung und Gestaltung der gesellschaftlichen Werte durch die Verbindung von zeitgenössischer Kunst, Kultur, des Politischen und der Politik betont wird.
Das Projekt versteht sich als eine Plattform, die für die Verteidigung des Rechts auf kritische Kultur steht und die Grenzen der emanzipatorischen Politik im soziokulturellen Raum kontinuierlich verschiebt.

Das Projekt setzt sich wie folgt zusammen:

1. „Thinking out loud/ Laut denken“: Hierbei handelt es sich um eine Reihe von Workshops, Seminaren und Residenzen, die sich mit Themen der soziokulturellen Analyse und den Verbindungen zwischen Politik, Kunst und Kritik befassen. Die Seminare und Residenzen werden grundlegende kritische und argumentative Theorien, die Geschichte des kritischen Denkens und die Fähigkeiten des kritischen Schreibens und Debattierens abdecken. Ein Schwerpunkt liegt auf der Erstellung von Tools für kritisches, argumentatives Schreiben im Bereich soziokultureller Phänomene, zeitgenössischer künstlerischer Praktiken, einschließlich der Gender-, der feministischen und der LGBTQI-Perspektive.

2. „CRIC/ KRIK-Festival“ ist ein internationales Forum für kritische Kultur: KRIK steht als Akronym für Kritik, Reaktion, Idee und Konfrontation (im Mazedonischen bedeutet das Substantiv zugleich auch "Schrei“) und zielt darauf ab, sich der „Kultur des Schweigens“ entgegenzustellen. Das hybride programmatische Konzept besteht aus aufeinander aufbauenden Multimedia-Formaten (öffentliche Vorträge, Debatten, künstlerisches und diskursives Programm), die Künstler*innen, Kulturakteure, Theoretiker*innen, Aktivist*innen und die lokale Gemeinschaft auf nationaler, regionaler und internationaler Ebene miteinander verbinden und kritisches Denken im Austausch anregen, und somit die Bedeutung der sozialen Beteiligung an gesellschaftlichen Transformationsprozessen hervorheben. Das Festival setzt sich aus öffentlichen Vorträgen, Podiumsdiskussionen, Übersetzungen und einem kuratierten Filmprogramm zu wichtigen Fragen der Menschenrechte und gesellschaftlich relevanten Themen zusammen.

3. „Embedded freedoms“: Dieser Programmpunkt ist ein Online-Repository und -Magazin für kritisches Denken, das alle schriftlichen und visuellen Materialien aus den anderen Clustern zusammenfassen wird. Diese werden im Online-Magazin präsentiert, das, neben weiteren relevanten Themen, Beispiele für eine kreative Zusammenarbeit und die Unterstützung der Zivilgesellschaft durch Behörden in den EU-Ländern aufzeigt und einen Newsfeed zum Thema Meinungsfreiheit anbietet.

Juni 2020