Critical Practice (Made in Yugoslavia)

© Heiko Schäfer

Das Langzeitprojekt Critical Practice (Made in Yugoslavia) (2013-2018) soll junge Nachwuchstalente aus dem Bereich der zeitgenössischen darstellenden Kunst durch innovative Bildungsansätze für kritische Betrachtungsweisen sensibilisieren. Der Fokus liegt dabei auf der post-jugoslawischen Performance-Szene im europäischen Kontext.

Die fehlende kontinuierliche und öffentlich sichtbare Kritik hinsichtlich zeitgenössischer Performance-Darbietungen innerhalb der Region führt dazu, dass Produktionen der darstellenden Kunst aus dem ehemaligen Jugoslawien in Europa eher unterrepräsentiert sind. Durch die Stärkung kritischer Betrachtungsweisen junger Kulturschaffender möchte das Projekt die Balkanregion als eine kritische Plattform mit politischen und kreativen Potential sichtbar werden lassen.

Das Projekt ermöglicht Teilnehmern aus Ex-Jugoslawien und anderen europäischen Ländern, sich Instrumente kritischer Betrachtungsweisen anzueignen und Kunst als ein wichtiges Feld gesellschaftlicher und politischer Einflussnahme zu begreifen. Die Teilnehmer werden zusammen Vorlesungen, Diskussionen und Workshops zum Thema sowie verschiedene Festivals und Veranstaltungen in der Region (Belgrad und Skopje) und Berlin besuchen. Neben dem Austausch mit anderen Kulturschaffenden werden die Teilnehmer eigene kritische Rezensionen verfassen, die anschließend publiziert werden sollen.

Das Projekt dient der Schulung von Kritikfähigkeit und Kritikoffenheit als unverzichtbare Quelle für einen aufgeklärten gesellschaftlichen Dialog. In Vorträgen, Workshops, Diskussionsrunden sollen angehende Kunst- und Kulturkritiker aus den Ländern Ex-Jugoslawiens fortgebildet werden und die Möglichkeit zur Publikation erhalten.

Der dritte Programmzyklus lief von April 2016 bis April 2017. In dieser Zeit gab es vier Haupttreffen in verschiedenen europäischen Städten:

2.-7. Mai 2016

Skopje

26.-31. August 2016

Berlin

21.-25. Oktober 2016

Belgrad

25.-30. Oktober 2016

Skopje

TeilnehmerInnen

Alexandra Balona (Portugal)
Nassia Fourtouni (Greece)
Aleksandar Georgiev (Macedonia)
Nina Gojić (Croatia)
Ana Letunić (Croatia)
Ellen Söderhult (Sweden)
Mateusz Szymanówka (Poland)
Aniko Szucs (Hungary)