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Mehr als 50 geschlossene Läden und Lokale, ein Gefühl von Leere und Machtlosigkeit durchdringt das historische Zentrum von Split in der Nebensaison: Voids 2020 reagiert auf das Problem des Massentourismus in Kroatien und die scheinbar machtlose Lage in Split.

Im Februar und März besetzt das Projekt Räume für Kunst und Aktivismus, die im Sommer touristisch genutzt werden. Künstlerresidenzen und ein Open Call, der die Bevölkerung und die Zivilgesellschaft vor Ort einbindet, machen das Potential der künstlerischen Community sichtbar, die ein integraler Bestandteil der DNA der Stadt ist. So geben sie dem Ort seine Authentizität zurück und ermächtigen die Menschen, sich ihr kulturelles Erbe wieder selbst zueigen zu machen.

Gleichzeitig will Voids damit Kritik durch reale Aktion in Raum und Zeit ersetzen, indem es den Blick in die Zukunft richtet und jeden dazu aufruft, die Stadt aktiv mitzugestalten. Zusammen mit Künstler*innen aus ehemaligen jugoslawischen Ländern und der lokalen Bevölkerung schafft Voids Räume für gegenseitiges Verstehen und neue translokale Projekte.

Beteiligte Künstler*innen sind Lana Stojićević, Andrea Resner, Antonio Grgić und Mia Kevo (Kroatien), Ledia Kostandini (Albanien), Selma Selman (Bosnien und Herzegowina), Ivana Mirchevska (Nordmazedonien), Driton Selmani (Kosovo).