Kunst & Recht

Schon immer spielte Kunst als Ausdrucksmittel für Widerstands- und Menschenrechtsbewegungen eine wichtige Rolle - weil sie wachrütteln kann, weil sie Misstände aufzeigen, Unrecht anprangern und menschliche Schicksale nachfühlbar machen kann.

Im Rahmen des Projekts "Kunst und Recht" soll ein transdisziplinäres Hub für die Entwicklung künstlerischer Interventionsformen, die aktiv zu Durchsetzung von Menschenrechten beitragen, geschaffen werden. Ziel ist es, Brücken zwischen Aktivismus, Recht und Kunst zu schlagen, um komplexe juristische Sachverhalte emotional nachvollziehbar zu machen und schwierige Thematiken zu vermitteln. 

Internationale Künstler*innen, Wissenschaftler*innen, Rechtsanwält*innen und Betroffenen werden eingeladen, sich auszutauschen und gemeinsam Strategien auf künstlerischer, juristischer und diskursiver Ebene zu erarbeiten. Neben mehreren internen Workshops und Vernetzungstreffen wird es auch eine öffentliche Abschlussveranstaltung geben. Die Leitfrage des Projekts untersucht das Verhältnis von Kunst und Widerstand. 

Getragen wird das Projekt vom European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR), einer gemeinnützigen und unabhängigen Menschenrechtsorganisation in Berlin, die sich gemeinsam mit Betroffenen und Partner*innen dem Unrecht entgegen stellt. Kooperationspartner sind Forensic Archicture - ein transdisziplinäres Kollektiv, das in akkurat recherchierten und visuell so eindrücklichen wie informativen Darstellungen Szenarien von Menschenrechtsverletzungen rekonstruiert - und die Magnum Foundation - eine der weltberühmten Agentur Magnum nahestehende Stiftung, die aufstrebende Fotograf*innen fördert, um neue Erzählformen zu entwickeln und gesellschaftlichen Impact zu generieren.