Falling Walls - Looking Through Conflict Narratives in Cyprus 

© Sergio Vaccaro'

Nikosia, die geteilte Hauptstadt der Mittelmeerinsel Zypern, ist geprägt von den konflikthaften Spuren der Vergangenheit. Eine von den Vereinten Nationen kontrollierte Pufferzone bildet die Grenze zwischen dem griechischen Süden und dem türkischen Norden der Stadt. Das Projekt Falling Walls.  Looking Through Conflict Narratives in Cyprus bringt Künstler*innen aus beiden Teilen der Insel in der Pufferzone zusammen, um sich mit den Konflikten auf der Insel auseinanderzusetzen. 

Initiiert von Visual Voices, einer gemeinnützigen Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, junge Künstler*innen zu empowern, die von gewaltsamen Konflikten betroffen sind, schafft das Projekt Plattformen des Ausdrucks und kritischen Diskurs. An der Schnittstelle von sozial engagierter Kunst und Friedensförderung bringt kommen verschiedene ethnisch definierte Gruppen,  griechische Zypriot*innen, türkische Zypriot*innen, türkischstämmige Zypriot*innen und andere Minderheiten,  zu einem interdisziplinären "Artist in Residence"-Programm zusammen. Das Programm wird durch Leadership-Workshops, Mentoring und Atelierangebote für künstlerische Produktionen begleitet. Die jungen Künstler*innen erhalten die Möglichkeit, die gegenwärtigen Herausforderungen auf der Insel zu reflektieren und positive Narrative der Gemeinschaft zu ermöglichen. Die entstandenen Arbeiten werden lokal und international ausgestellt. Um ein breiteres Publikum zu erreichen und die künstlerischen Produktionen digital zu verbreiten, sind Artifical-Intelligence-Anwendungen geplant.

Falling Walls.  Looking Through Conflict Narratives in Cyprus möchte künstlerischen Ausdruck fördern und dabei auf die „Brüche in der Gesellschaft“ reagieren. In öffentlichen Veranstaltungen, Gemeindeaktivitäten und akademischen Roundtables werden die Bewohner*innen der Insel eingeladen, in den Dialog über die bestehenden Vorurteile, Spaltungen und Konflikte zu treten.  

Das Projekt konzentriert sich auf einen kunstbasierten Ansatz und schafft „safe spaces“ für Storytelling. Durch eine starke Einbindung marginalisierter Stimmen hat es sich zum Ziel gesetzt, verschiedene Perspektiven in dominante gesellschaftliche Erzählungen zu integrieren.