Reden über Europa

Ort: europaweit

Zeitraum: seit 2006

In Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen in Deutschland und vor Ort.

© AMO.Rem Koolhaas und Reinier de Graaf

Mit den Reden über Europa möchte die Allianz Kulturstiftung gemeinsam mit ihren Partnern eine breite Öffentlichkeit für europäische Themen herstellen und zu der Schaffung einer ‚European Public Sphere‘ (Jürgen Habermas) beitragen. Wichtige Stimmen aus Kultur und Politik, der Wirtschaft und den Wissenschaften äußern sich hier zu aktuellen Fragen des europäischen Einigungsprozesses. Die transnationalen Debatten sollen das kulturelle Selbstverständnis Europas stärken und zu einer größeren Identifizierung mit dem Projekt Europa beitragen.

Die Veranstaltungsreihe bietet ein Podium zum ‚lauten Denken’ und zu Gedankenexperimenten. Europa erscheint dabei als ein (noch) unvollendetes Projekt, das sich den historischen Erfahrungen der Gründergeneration ebenso verpflichtet fühlt wie den berechtigten Erwartungen kommender Generationen an eine gerechte und sichere Zukunft.

Dabei verdeutlicht das Projekt, welche Vorteile ein vereintes und solidarisches Europa bisher gebracht hat und täglich bringt. Gleichzeitig wird aber auch ein kritisches Bewusstsein dafür geschaffen, dass die europäische Einigung durch die Herausforderungen wirtschaftlicher, politischer und sozialer Krisen sowie durch eine gerade in einigen EU-Mitgliedsstaaten zu beobachtende Renationalisierung  jederzeit in seinen Fundamenten bedroht sein kann.

Veranstaltungen 2017

Bisherige Stationen

  • München, Oktober 2016

  • St. Petersburg, Mai 2016

  • München, März 2016

  • Charkiw, Dezember 2015

  • Minsk, Dezember 2015

  • München, Dezember 2015

  • Narva, Oktober 2015

  • Warschau, September 2015

  • Berlin, Mai 2015

  • Berlin, Februar 2015

  • Belgrad, Dezember 2014

  • Athen, Dezember 2014

  • Berlin, November 2014

  • Bukarest, September 2014

  • Reden über Europa 2006-2013

München, Oktober 2016

Obwohl sich die EU als Solidargemeinschaft definiert und in der Präambel des EU-Vertrags Solidarität als einen europäischen Grundwert festlegt, überwiegen mittlerweile wieder nationale Alleingänge und Egoismen. Unter dem Titel „LAST EXIT EUROPE: Was heißt denn europäische Solidarität?“ diskutierten Politiker und Gewerkschafter darüber wir tun können, damit Europa künftig wieder solidarischer handelt.

In Kooperation mit den Münchner Kammerspielen und der Abendzeitung

 

St. Petersburg, Mai 2016

Bei der Veranstaltung "Russia and Europe? - Russia in Europe?" in St. Petersburg diskutierten Historiker, Publizisten und Schriftsteller aus Ost und West angeregt über das wechselhafte Verhältnis zwischen Russland und Europa sowie die Frage, ob Russland sich (noch) als Teil Europas versteht.

In Kooperation mit der S.Fischer Stiftung und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung

München, März 2016

Angesichts der Gräueltaten von Dschihadisten weltweit und der wachsenden Islamfeindlichkeit in Europa diskutierten bekannte Wissenschaftler, Publizisten und religiöse Vertreter unter dem Titel "LAST EXIT EUROPE. Welcher Islam gehört zu uns?" über mögliche Strategien, um eine Spaltung der Gesellschaft und eine Radikalisierung gerade junger Menschen zu verhindern.

In Kooperation mit den Münchner Kammerspielen, der Abendzeitung und Parlavent

Charkiw, Dezember 2015

Die Terrorattacken im Herzen Europas und der Krieg in der Ukraine stellen die europäische Gemeinschaft vor unvorhergesehene Herausforderungen. Unter dem Titel "Neighbourhood in Europe — Prospects of a Common Future" beschäftigten sich bekannte europäische Schriftsteller, Journalisten und Wissenschaftler in der ukrainischen Grenzstadt Charkiw mit der Frage, ob Europa - so wie wir es kennen - überleben wird und welche Opfer es dafür bringen muss. 

In Kooperation mit der S.Fischer Stiftung und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung

Minsk, Dezember 2015

Bei der Veranstaltung “Diverse identity experiences — one nation?” debattierten bekannte Wissenschaftler, Journalisten, Künstler und Schriftsteller über die verschiedenen Ansichten in Bezug auf die nationale Identität und die nationale Gemeinschaft im gegenwärtigen Weißrussland. Nach dem Zusammenbruch der UdSSR gewannen diese Fragen an Bedeutung und erscheinen angesichts dem angespannten Verhältnis zwischen der EU und Russland hoch aktuell.

In Kooperation mit der S.Fischer Stiftung und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung

München, Dezember 2015

Die derzeitige Uneinigkeit Europas zeigt sich deutlich in den unterschiedlichen und einseitigen Reaktionen europäischer Staaten im Umgang mit Geflüchteten. Unter dem Titel "Last Exit Germany: Welche Einwanderungspolitik braucht Europa?" diskutierten in den Münchner Kammerspielen international bekannte Persönlichkeiten aus den Bereichen Politik und Kultur über die Flüchtlingspolitik Europas.

In Kooperation mit den Münchner Kammerspielen, der Abendzeitung und Parlavent

Narva, Oktober 2015

Während Zweisprachigkeit vielerorts als eine kulturelle Bereicherung gilt, sieht man in Estland das Festhalten der russischen Minderheit an ihrer Sprache weiterhin kritisch.  Am Narva College der Tartu Universität in Narva, dem Zentrum der russischen Minderheit in Estland, diskutierten Persönlichkeiten aus den Bereichen Kultur, Wissenschaft und Journalismus unter dem Titel  "Building Neighborhood" über die vielschichtigen Beziehungen zwischen Sprache, Kultur und Identität in Estland.

In Kooperation mit der S.Fischer Stiftung und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung

Warschau, September 2015

Der Helsinki Final Act von 1975 stellt eine wichtige Grundlage für die politische Zusammenarbeit nicht nur zwischen europäischen Staaten dar. Allerdings wird diese etablierte Ordnung - basierend auf der Bewahrung der Menschenrechte und gegenseitigem Respekt - durch die Krise in der Ukraine, den Anstieg populistischer Parteien und einer wachsenden EU-Skepsis innerhalb der EU-Mitgliedsstatten zunehmend in Frage gestellt.

Vor diesem Hintergrund diskutierten in Warschau zum Jahrestag des Helsinki Final Acts bekannte Journalisten, Politiker und Wissenschaftler unter dem Titel "Cracking Borders, Growing Walls. Europeans facing the Ukrainian Crisis" über aktuelle Probleme und drängende Fragen in Bezug auf die Ukraine-Krise und den europäischen Integrationsprozess.

In Kooperation mit Kultura Liberalna und SDPZ

Berlin, Mai 2015

Vielerorts ist die künstlerischer Freiheit zunehmend durch rechtspopulistische Parteien und Regierungen, extreme Gruppen und die Auswirkungen der Finanzkrise bedroht. Bei der Veranstaltung "Die neue Intoleranz - Wo die künstlerische Freiheit stirbt, ist auch die Demokratie bedroht" sprachen Künstler, Kuratoren, Schriftsteller und Theaterintendanten über Formen äußerer Einflussnahme, Einschüchterung und Bedrohung im gegenwärtigen Kulturleben und Kunstbetrieb.

In Koperation mit dem Neuen Berliner Kunstverein (nbk)

Berlin, Februar 2015

Die "Reden über Europa" in Belgrad, Athen und Bukarest im Jahr 2014 standen alle unter dem Leittitel „Wie viel Europa darf es sein?“. Bei der Veranstaltung "Europa?" in Berlin wurden die zentralen Positionen vorgestellt und zusammengeführt.

In Kooperation mit der S.Fischer Stiftung und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung

Belgrad, Dezember 2014

Vor 22 Jahren wurde der Maastricht-Vertrag unterschrieben und die Europäische Union gegründet. Doch dies war auch das Jahr, in dem der blutige Krieg in Bosnien-Herzegowina ausbrach und das Ende Jugoslawiens besiegelte. Während man in den 90er Jahren in Europa, abgesehen von den Balkanstaaten, optimistisch in die Zukunft blickte, verspürt man im Jahr 2014 im Zuge der Finanzkrise und Renationalisierung wieder eine große Unsicherheit. Das Europa von 2014 erscheint auf einmal rätselhaft. Was genau heißt Europa?

Vor diesem Hintergrund diskutierten international bekannte Persönlichkeiten unter dem Titel "Worüber wir reden, wenn wir über Europa reden" über Europas (Selbst-) Wahrnehmung im Balkan.

In Kooperation mit der S.Fischer Stiftung und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung

Athen, Dezember 2014

Angesichts der finanziellen Notlage Griechenlands erscheint Kulturarbeit als reiner Luxus. Doch welche Folgen hat die Bedrohung der kulturellen Infrastruktur für die Demokratie und welche Aufgaben muss die Kultur in der Krise übernehmen? Über diese Fragen diskutierten in Athen Schriftsteller, Journalisten und Verleger aus Griechenland, Deutschland und Schweden unter dem Titel  "Kultur und Krise" in Athen.

In Kooperation mit der S.Fischer Stiftung und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung

Berlin, November 2014

Bei der Veranstaltung "Europa am Wendepunkt – Wie kann die gegenwärtige Spaltung überwunden werden?" sprachen Politiker und Wissenschaftler in Berlin über die mögliche Reaktion der Europäischen Union auf die Poly-Krise (Edgar Morin). Inwieweit kann die gegenwärtige Krise auch eine Chance für die EU darstellen, in einer sich rapide wandelnden Weltordnung ihre nationalstaatlichen Rivalitäten zu überwinden und gemeinsam zu handeln?

In Kooperation mit der International Crises Group

Bukarest, September 2014

Vor hundert Jahren versagte Europa und stürzte innerhalb weniger Wochen in einen Weltkrieg, den so niemand vorausgesehen hatte. Kann Ähnliches heute wieder geschehen? Angesichts der aktuellen Spannungen in Osteuropa diskutierten Schriftsteller und Wissenschaftler aus zehn europäischen Ländern unter dem Titel "1914-2014. Und wenn Europa versagt?" über zentrale Herausforderungen des europäischen Projekts.

In Kooperation mit der S.Fischer Stiftung und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung

Reden über Europa 2006-2013

Eine Auflistung der Veranstaltungen von 2006-2013 finden Sie hier!