Internationales Kompositionsseminar

Ort: Frankfurt a.M., Darmstadt, München, Paris

Zeitraum: seit 2004

In Zusammenarbeit mit: IEMA-Internationale Ensemble Modern Akademie

© Katrin Schilling

Gemeinsam mit der Internationalen Ensemble Modern Akademie (IEMA) initiierte die Allianz Kulturstiftung 2004 das internationale Kompositionsseminar, das 2011 Teil der Biennale für Moderne Musik Frankfurt Rhein Main "cresc..."  wurde. Junge Komponisten aus ganz Europa bekommen hier die Gelegenheit, ihre Kompositionen vor großem Publikum uraufzuführen.

Das Internationale Kompositionsseminar bietet Jungkomponisten ein Qualifizierungsangebot, das auf europäischer Ebene einmalig ist. Denn gerade für junge Komponisten gestaltet sich der Berufseinstieg oft schwierig: Die Ausbildung erfolgt meist an Hochschulen, an denen es nicht die Möglichkeit gibt, mit professionellen Ensembles zusammenzuarbeiten. Durch das Internationale Kompositionsseminar wird diese Diskrepanz aufgehoben, indem es ein gemeinsames Lernen und Arbeiten in einem professionellen und internationalen Kontext ermöglicht.

Ausgangspunkt des Projekts war zu einem die Intention der Allianz Kulturstiftung, den Dialog des europäischen Nachwuchses im Bereich Neue Musik untereinander und mit erfahrenen Spitzenmusikern, -dirigenten und Komponisten zu fördern. Zum anderen wurde dem Wunsch des Ensemble Modern Rechnung getragen, den eigenen Erfahrungsschatz weiterzugeben und mit heranwachsenden internationalen Komponisten und Dirigenten gemeinsame Projekte zu entwickeln. Die Akademie dient dabei nicht nur als Lehr- und Lernstätte, sondern wesentlich auch als ein Ort der Forschung, Begegnung, des Austausches und der öffentlichen Präsentation.

Das Projekt wird im Jahr 2017 fortgesetzt.



Bisherige Seminare

  • 8. Int. Kompositionsseminar 2017

  • 7. Int. Kompositionsseminar 2015

  • 6. Int. Kompositionsseminar 2013

  • 5. Int. Kompositionsseminar 2011

  • 4. Int. Kompositionsseminar 2008/09

  • 3. Int. Kompositionsseminar 2006/07

  • 2. Int. Kompositionsseminar 2005

  • 1. Int. Kompositionsseminar 2004

8. Int. Kompositionsseminar 2017

Für 2017 ist ein thematischer Schwerpunkt unter dem Motto „Transit | Wandlungen“ geplant.

Unter kompetenter Anleitung von Enno Poppe, einem der wichtigsten jüngeren Vertreter der zeitgenössischen Musik und gefragten Dirigenten, werden die von einer Jury ausgewählten sechs Komponisten über ein gesamtes Jahr neue Werke in Arbeits- und Studienphasen erarbeiten. Dieser mehrstufige „Work in Progress“ ermöglicht einen intensiven Erfahrungs- und Wissenstransfer. Aus dem Projekt hervorgegangene, mittlerweile sehr erfolgreiche Komponisten wie z.B. Arnulf Herrmann, Saed Haddad oder Vito Zuraj, zeugen von der Nachhaltigkeit und europaweiten Signalwirkung dieses Projektmodells.

7. Int. Kompositionsseminar 2015

Vier Filmemacher - vier Komponisten - vier Weltpremieren

Unter der Leitung von Johannes Kalitzke schrieben Komponisten des 7. Internationalen Kompositionsseminars  die Musik zu vier neuen Musikfilmen der Filmakademie Baden-Württemberg, die in New York, Marokko, Sizilien und Ungarn gedreht wurden. Die gewählten Themen waren dabei so überraschend wie die dazu erklingenden Musiken. Das Ergebnis wurde auf der "cresc.." Biennale für Moderne Musik unter dem Titel "Quadruplets" uraufgeführt.

6. Int. Kompositionsseminar 2013

Im 6. Internationalen Kompositionsseminar widmeten sich sechs junge Komponisten dem Thema "Musik und Zeit", dem Motto der "cresc.." Musikbiennale 2013. Inhaltlich beschäftigten sich die Seminarteilnehmer mit den ästhetischen Ansätzen, Ideen und Anregungen des Komponisten Bernd Alois Zimmermann, auf dessen Grundlage sie eigene Stücke komponierten. Die sechs komponierten Stücke wurden in zwei Konzerten im Rahmen der "cresc.." Biennale für Moderne Musik uraufgeführt.

5. Int. Kompositionsseminar 2011

Erstmalig fand das Internationale Kompositionsseminar im Rahmen der "cresc..." Musikbiennale statt. Acht zeitgenössische Konzerte wurden in vier Spielstätten in Frankfurt/Main und Darmstadt von über 3500 Zuhörern besucht. Die Kooperation mit dem hr-Sinfonieorchester eröffnete zum ersten Mal die Möglichkeit der kompositorischen Arbeit mit einem großen Orchester.

Das Motto des Festivals lautete "Musik und Raum", das auch den inhaltlichen Schwerpunkt des 5. Internationale Kompositionsseminars vorgab. Die Arbeiten des Künstlers und Wissenschaftlers Iannis Xenakis, der im Zentrum des Festivals stand, bildeten die Grundlage für das Kompositionsseminar.

4. Int. Kompositionsseminar 2008/09

Im 4. Internationalen Kompositionsseminar nahmen die Teilnehmer an Instrumentalworkshops der Musiker des Ensemble Modern teil, bei denen es um folgende Fragestellungen ging: Was ist auf einem Instrument möglich, welche Klangfarben entstehen in welchen Registern, und wie wirkt sich dieses im Gesamtklang eines Ensembles aus?  Vor diesem Hintergrund entwickelten die Teilnehmer neue Kompositionsideen. Die neuen Kompositionen wurden zum Abschluss in Frankfurt/Main und München aufgeführt.

3. Int. Kompositionsseminar 2006/07

Im 3. Internationalen Kompositionsseminar wurden musikalische Inhalte und Ansätze vor dem Hintergrund ästhetischer Fragestellungen und damit in Zusammenhang stehender Kompositionstechniken analysiert und vermittelt. Dieser Prozess förderte Impulse für die Entstehung neuer Kompositionsformen. Ausgehend von einem interdisziplinären Ansatz waren neben acht eingeladenen Komponisten aus verschiedenen Ländern auch zwei Dirigenten sowie zwei Musikwissenschaftler beteiligt, die den Schaffensprozess dokumentierten.

2. Int. Kompositionsseminar 2005

Beim 2. Internationalen Kompositionsseminar betreute der englische Komponist und Dirigent George Benjamin die Teilnehmer während der beiden Arbeitsphasen im Frühling und Herbst. Das IRCAM / Paris konnte als Kooperationspartner gewonnen werden. Am 15. und 16. Dezember führte das Ensemble Modern in Frankfurt die Ergebnisse des Internationalen Kompositionsseminars 2005 auf.
Am 17. Dezember gab es ein zusätzliches Anschlusskonzert im Centre Pompidou in Paris mit einem Werk von George Benjamin, einer Uraufführung von Saed Haddad (Teilnehmer des Internationalen Kompositionsseminars 2004) und französischen Erstaufführungen der neuen Werke von den Seminarteilnehmern Gordon Kampe und Hannes Galette Seidl.

1. Int. Kompositionsseminar 2004

Im 1. Internationalen Kompositionsseminar erhielten die auf Empfehlung ausgewählten Jungkomponisten die Möglichkeit, mit den Musikern des Ensemble Modern, dem Komponisten Helmut Lachenmann und dem Dirigenten Frank Ollu in zwei Probenphasen zusammenzuarbeiten. In allabendlichen Symposien analysierten und diskutierten sie mit den Tutoren kompositorische  Ideen und setzten diese um. Die Werke wurden Ende 2004 in Frankfurt/Main uraufgeführt.