F.I.N.D. plus

Ort: Berlin

Zeitraum: Seit 2012

In Zusammenarbeit mit: Schaubühne am Lehniner Platz Deutsch-Französisches JugendwerkFranzösisches Kulturministerium Conservatoire National Supérieur d’art Dramatique europäisches Theaternetzwerk Prospero und die jew. Drittpartnerinstitutionen

© Heiko Schäfer

F.I.N.D. plus ist ein europäisches Begegnungsprojekt mit jungen Theatermachern innerhalb des jährlich stattfindenden "Festival Internationale Neue Dramatik F.I.N.D." - eine Initiative der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin. Das zehntägige Workshop-Programm hat 2017 zum siebten Mal stattgefunden. Es bringt ausgewählte Schauspiel-, Regie- und Dramaturgiestudierende aus Deutschland (Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch« Berlin, Universität der Künste Berlin), Frankreich (Conservatoire National Supérieur d’Art Dramatique Paris), und jedes Jahr aus einem dritten Partnerland zusammen. Die ausgewählten Teilnehmer aus drei Ländern treffen auf die eingeladenen Theatermacher des Festivals, begleiten das Festival-Programm, begegnen einander und arbeiten in Masterclasses zusammen. F.I.N.D. schafft einen Raum für gemeinsames Nachdenken, Austausch, Erfahrung und Debatten über Länder-, Sprach- und kulturelle Grenzen hinweg und zeigt neue Arbeiten zeitgenössischer Autoren und Regisseure mit ihren international renommierten Ensembles.
Mehr denn je ist die Auseinandersetzung mit ihren Arbeiten und ihren Lebenswirklichkeiten im Theater ein wichtiges Signal: In einer Zeit, in der Trennendes an die Stelle von Gemeinsamem getreten ist, sich in den westlichen Gesellschaften starke soziale und politische Spannungen zeigen, Arm und Reich immer weiter auseinanderdriften, die Auswirkungen und Fluchtbewegungen globaler Kriege und Krisen immer stärker auch in Europa spürbar werden und in unmittelbarer Nähe Grenzen geschlossen und rechtspopulistische Bewegungen stark werden, soll während F.I.N.D. das Theater erst recht ein Ort des Austauschs und Dialogs über Ländergrenzen hinweg sein.
Gastländer: Tunesien (2015), Türkei (2016), Griechenland (2017).

"Anything can describe how happy I am now and I feel now in myself such big hope for the theater nowadays... I really started to believe again that we - young people with such big passion and hope inside each of us - can do something in our countries, also together some day... and that now WE will be making theater and our own thinking and ideas can really improve theater. So, let's do it!..."

Angelika Stoklosa, Studentin, Akademia Teatralna, Warschau

Bisherige Workshops

  • 2017

  • 2016

  • 2015

  • 2013

  • 2012

2017

2017 wurde Griechenland als Gastland von F.I.N.D. plus ausgewählt. Neben Studierenden der Drama School of National Theatre in Athen nahmen Schauspiel- und Regiestudenten aus Paris, Berlin, Rennes, New York, Liège und Modena teil. Wieder arbeiteten die jungen Theaterschaffenden mit dem Meisner-Technique-Schauspielcoach Mike Bernardin, Grazyna Dylag, Jan Pappelbaum und anderen Coaches in Workshops über insgesamt zehn Tage zusammen.

2016

Im Jahr 2016 war das Gastland bei F.I.N.D. plus die Türkei mit Studierenden der Kadir Has Universität Istanbul. Daneben nahmen Theaterstudierende der Tisch School/New York University sowie aus Liège und Modena teil, die über das Europäische Theaternetzwerk PROSPERO kommen, dessen Gründungsmitglied die Schaubühne ist. Die jungen Theatermacher arbeiteten in Workshops zusammen mit der Grotowski-Schülerin Grażyna Dylag, dem Meisner-Technique-Schauspielcoach Mike Bernardin, dem Bühnenbildner Jan Pappelbaum und der Theaterpädagogin Wiebke Nonne.

2015

Das zehntägige Workshop-Programm F.I.N.D. plus fand 2015 zum fünften Mal statt. Das dritte Gastland war in diesem Jahr Tunesien. Erstmals waren auch Studenten aus dem Europäischen Theaternetzwerk PROSPERO, dessen Gründungsmitglied die Schaubühne ist, eingeladen. So nahmen in diesem Jahr Studenten aus Berlin, Göteborg, Liège, Modena, Paris, Rennes und Tunis teil.

2013

2013 wurden Studierende aus Rennes, Straßburg, Paris, Budapest, Wien und Berlin ausgewählt. Erstmalig waren Studierende der Akademie für Film und Theater in Budapest dabei. Ihre Schule, wie auch die Theaterlandschaft in Ungarn, sind aktuell von Sparzwängen und dem nationalistisch-autoritären Kurs der Regierung bedroht – umso wichtiger, hier einen Austausch unter Europas künftigen Theatermachern anzuregen.

2012

2012 wurden junge Theatermacher, die an den Theaterschulen in Berlin, Bordeaux, Jenin, Krakau, Rennes, Straßburg und Warschau studierten, für zehn Tage eingeladen, Gast an der Schaubühne zu sein. Sie sahen alle Inszenierungen des Festivals, trafen die im Programm vertretenen Regisseure und Autoren, wie zum Beispiel Grazyna Dylag, Ivo van Hove, Thomas Ostermeier und Graham Whybrow, zu Diskussionen über deren Arbeit und begegneten in praktischen Workshops bei erfahrenen Theatermachern neuen künstlerischen Herangehensweisen.