Deutsch-syrische Kulturwochenenden

Ort: Berlin

Zeitraum: 05.-07.02.2016, 15.-17.07.2016

In Zusammenarbeit mit: SALAM e.V.

Projektpatin: Katrin Benzenberg

"Brücken zwischen den Kulturen bauen" war das Motto dieses Projektes, das laut Ibrahim al-Sayed (SALAM e.V.) einen wichtigen Beitrag zum deutsch-syrischen Austausch und zur Integration leistete. Das Projekt brachte mit seinem vielfältigen Kultur- und Bildungsprogramm deutsche Bürger und syrische Geflüchtete einander näher.

Mit dem ersten Kulturwochenende unter dem Titel "Syrien und Berlin stellen sich vor" im Februar 2016 wollte der Verein SALAM Vorurteilen entgegenwirken, indem man Deutschen und Syrern die jeweilige andere Kultur und Geschichte vorstellt und sie miteinander ins Gespräch bringt.

Neben der Vorstellung der Vereinsarbeit gab der Film "Exile" und die anschließende Diskussion mit dem syrischen Regisseur Dellair Youssef einen Einblick in die Lage der Geflüchteten. Die anschließende Bilderausstellung der syrischen Künstlerin Inan Kamal al-Deen thematisierte den syrischen Bürgerkrieg sowie die Rolle der Frau in der syrischen Gesellschaft. Eine arabischen Buchausstellung beleuchtete zudem das intellektuelle Leben Syriens. Am Abend ließ die syrische Musikgruppe "Matar" (dt.: Regen) die Gäste dann in die Klangwelten arabischer Musikinstrumente eintauchen und zeigte damit auch die positiven Seiten auf, die Migration mit sich bringen kann.
Im Gegenzug besuchten syrische Geflüchtete den Bundestag, sprachen mit Maja Lasic (SPD) über politische Partizipation in Deutschland und bekamen so einen Einblick in das politische System und in die Geschichte Deutschlands.

Aufgrund des großen Interesses am ersten deutsch-syrische Kulturwochenende folgte im Juli 2016 ein zweites Kulturwochenende unter dem Titel Dardascha: Berlin und Syrien sprechen sich aus", das den gegenseitigen Austausch inhaltlich vertiefte. Während zuvor das gegenseitige Kennenlernen im Mittelpunkt stand, lag diesmal der Schwerpunkt auf dem „Miteinander“.

Podiumsdiskussionen (u.a. über deutsch-arabische Stereotype und Menschenrechte), Erfahrungsberichte und ein kulturhistorischer Stadtrundgang über Migration regten dazu an, nicht nur über das „Eigene“ und das „Fremde“ nachzudenken, sondern auch über das Miteinander. Wie leb(t)en und leben wir zusammen? Wie können wir aktiv unser Zusammenleben gestalten? Begleitet wurde das Programm von zwei Netzwerkfrühstücken für Frauen und Vereine.